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rab — ärztlicher Bereitschaftsdienst

Akute Beschwerden · Berlin

Bluthochdruckkrise

Bluthochdruckkrise ist ein medizinischer Akutfall, den RAB Arztbesuche mit einem approbierten Arzt im Hausbesuch in ganz Berlin versorgt — täglich von 6 bis 24 Uhr, meist innerhalb von 60 bis 90 Minuten.

Ein Blutdruck von 200 zu 110, Kopfschmerzen, Nasenbluten, Druckgefühl auf der Brust — eine hypertensive Entgleisung kann beängstigend sein. Die entscheidende Frage: Liegt eine hypertensive Dringlichkeit oder ein hypertensiver Notfall vor? Unsere Fachärztinnen und Fachärzte kommen täglich von 6 bis 24 Uhr nach Hause, messen, leiten ein EKG ab und entscheiden mit Ihnen über die richtige Therapie.

Medizinisch geprüft von Susanne Reiche · Zuletzt geprüft

Bluthochdruckkrise in Berlin — die kritische Unterscheidung

Wir messen täglich Blutdruckwerte über 180 zu 110 mmHg bei Patientinnen und Patienten, die uns aus Sorge angerufen haben. In den meisten Fällen liegt eine hypertensive Dringlichkeit vor — ein deutlich erhöhter Blutdruck ohne akuten Organschaden. Diese Situation lässt sich kontrolliert und ambulant behandeln. Ein hypertensiver Notfall hingegen — also ein extrem hoher Blutdruck mit gleichzeitiger akuter Schädigung von Herz, Hirn, Niere oder Aorta — ist eine lebensbedrohliche Konstellation, die in der Klinik versorgt werden muss.

Genau diese Unterscheidung ist die zentrale Leistung des Hausbesuchs: Wir kommen, messen wiederholt unter standardisierten Bedingungen, leiten ein 12-Kanal-EKG ab, prüfen neurologische Funktionen und entscheiden mit Ihnen gemeinsam, ob eine ambulante Therapie ausreicht oder ob eine stationäre Aufnahme angezeigt ist. Diese Triage ersetzt nicht den Rettungsdienst bei klaren Notfallzeichen, sie ergänzt ihn in der häufigeren Grauzone.

Was beim Hausbesuch passiert

Wir messen den Blutdruck an beiden Armen, im Sitzen nach mindestens fünf Minuten Ruhe und wiederholen die Messung in standardisierten Abständen. Ein 12-Kanal-EKG erfasst akute kardiale Belastung (Linksherzbelastung, ST-Veränderungen, neue Rhythmusstörungen). Wir prüfen Sauerstoffsättigung, hören Herz und Lunge ab, beurteilen den Allgemeinzustand und führen eine grobe neurologische Untersuchung durch. Bei einer reinen hypertensiven Dringlichkeit senken wir den Blutdruck schrittweise und kontrolliert — meist oral mit einem schnell wirksamen Kalziumantagonisten oder einem ACE-Hemmer; eine zu rasche Senkung kann ihrerseits schaden. Anschließend passen wir die Dauermedikation mit Ihnen an und nennen einen kurzfristigen hausärztlichen Termin zur Verlaufskontrolle.

Warum die Dauereinstellung der wahre Hebel ist

Eine einzelne hypertensive Krise lässt sich akut behandeln — das eigentliche Problem ist meist die unzureichende Dauereinstellung. Wir analysieren die bestehende Medikation, fragen nach Compliance, Lebensstilfaktoren, Salzkonsum und Schlafmuster und erstellen mit Ihnen einen realistischen Plan. Bei Bedarf veranlassen wir eine 24-Stunden-Blutdruckmessung, eine Echokardiographie oder Laborwerte zur Sekundärursachenabklärung. Die Verbindung zu Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt stellen wir mit Befundbericht her.

Ablauf des Hausbesuchs

Beim Erstkontakt erfragen wir Werte, Begleitsymptome (Kopfschmerz, Brustschmerz, Atemnot, neurologische Ausfälle), bestehende Diagnosen und Medikation. Bei klaren Notfallzeichen lotsen wir Sie zu 112 oder direkt in eine Klinik; andernfalls disponieren wir die nächste verfügbare Fachärztin oder den nächsten Facharzt — typischerweise 60 bis 90 Minuten Anfahrt.

Vor Ort messen wir strukturiert, leiten ein EKG ab, untersuchen körperlich und besprechen den Befund. Bei reiner Dringlichkeit beginnen wir eine kontrollierte orale Senkung und bleiben für die ersten 30 bis 60 Minuten zur Kontrolle. Sie erhalten schriftlich klare Verlaufskriterien und einen Anschlussplan.

Abrechnung und Versicherung

Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) über unsere Privatärztliche Verrechnungsstelle. Hausbesuch, internistische Untersuchung, EKG (GOÄ-Ziffer 651), applizierte Medikamente und Materialkosten werden einzeln ausgewiesen. Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen erstatten diese Positionen in der Regel vollständig.

Auf Wunsch stellen wir die Rechnung englischsprachig aus. Bei Fragen zur Abrechnung sind wir auch nach dem Termin telefonisch erreichbar.

Notfall? Wählen Sie den Notruf

Bei Bewusstlosigkeit, starken Brustschmerzen, Atemnot oder starken Blutungen wählen Sie sofort 112. Unser Service ergänzt den Rettungsdienst — ersetzt ihn aber nicht.

Einsatz-Profile

Typische Anlässe

Selbstmessung 210/115 ohne Beschwerden

Eine Patientin in Wilmersdorf misst zu Hause wiederholt sehr hohe Werte, fühlt sich aber nicht krank. Wir kommen, bestätigen die Werte unter standardisierten Bedingungen, leiten ein EKG ab und beginnen eine kontrollierte Senkung.

Kopfschmerz und Nasenbluten bei Hypertonie

Ein Patient in Pankow hat seit Stunden starke Kopfschmerzen und Nasenbluten bei einem Blutdruck von 200/110. Wir prüfen, ob es sich um eine reine Dringlichkeit handelt oder ob neurologische Zeichen eine Klinikaufnahme erfordern.

Bekannte Hypertonie, Entgleisung unter Belastung

Eine Geschäftsreisende im Mitte-Hotel hat unter Stress hohe Werte entwickelt. Wir senken den Blutdruck kontrolliert und passen die Medikation für die Reise an.

Ältere Patientin mit neuem Vorhofflimmern

Bei einer 78-Jährigen in Zehlendorf zeigt das EKG ein neues Vorhofflimmern in Kombination mit Bluthochdruck. Wir lotsen in eine kardiologische Klinik zur weiteren Abklärung.

Häufig gestellte Fragen

Ab welchem Wert muss ich anrufen?

Werte über 180/110 mmHg in Ruhe sollten ärztlich beurteilt werden — besonders dann, wenn Symptome wie Kopfschmerz, Brustschmerz, Atemnot oder neurologische Ausfälle hinzukommen. Bei klaren Notfallzeichen ist 112 der richtige Adressat.

Kann der Arzt mir sofort etwas geben?

Ja. Bei einer hypertensiven Dringlichkeit beginnen wir eine kontrollierte orale Therapie, meist mit einem schnell wirksamen Kalziumantagonisten. Wir bleiben für die ersten 30 bis 60 Minuten zur Kontrolle.

Warum nicht einfach den Blutdruck sehr schnell senken?

Eine zu rasche Senkung kann ihrerseits schaden — Hirndurchblutung, Niere und Herz reagieren empfindlich. Eine schrittweise Senkung über mehrere Stunden ist die sichere Variante bei einer reinen Dringlichkeit.

Brauche ich danach eine kardiologische Abklärung?

In den meisten Fällen ja. Wir veranlassen oder empfehlen eine 24-Stunden-Blutdruckmessung, Echokardiographie und Laborwerte zur Sekundärursachenabklärung.

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Kontaktieren Sie uns — wir kümmern uns um einen Arzt für Ihren Hausbesuch bei Bluthochdruckkrise.

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