Zum Inhalt springen
rab — ärztlicher Bereitschaftsdienst

Akute Beschwerden · Berlin

Akute Bronchitis

Akute Bronchitis ist ein medizinischer Akutfall, den RAB Arztbesuche mit einem approbierten Arzt im Hausbesuch in ganz Berlin versorgt — täglich von 6 bis 24 Uhr, meist innerhalb von 60 bis 90 Minuten.

Quälender Husten, zähes Sekret, beginnende Atemnot — eine akute Bronchitis kann tagelang den Schlaf rauben und den Alltag lahmlegen. Unsere Fachärztinnen und Fachärzte kommen täglich von 6 bis 24 Uhr nach Hause oder ins Hotel, hören die Lungen ab und beurteilen, ob eine reine Bronchitis vorliegt oder ob Hinweise auf eine Pneumonie eine erweiterte Diagnostik nötig machen.

Medizinisch geprüft von Susanne Reiche · Zuletzt geprüft

Akute Bronchitis in Berlin — saubere Abgrenzung zur Pneumonie

Eine akute Bronchitis ist meist viral verursacht und klingt innerhalb von ein bis drei Wochen ab. Typisch sind initial trockener, später produktiver Husten, retrosternales Brennen, oft mäßiges Fieber und ein deutliches Krankheitsgefühl. Die wichtigste klinische Aufgabe besteht darin, eine ambulant erworbene Pneumonie nicht zu übersehen — sie unterscheidet sich klinisch nicht immer eindeutig.

Beim Hausbesuch nehmen wir uns die Zeit für eine sorgfältige Auskultation in mehreren Atemlagen, prüfen die Sauerstoffsättigung in Ruhe und bei einfacher Belastung, beurteilen die Atemfrequenz und ergänzen bei Bedarf einen CRP-Schnelltest. So lässt sich die Wahrscheinlichkeit einer Pneumonie deutlich besser einordnen als bei der oberflächlichen Untersuchung in einem überfüllten Wartezimmer.

Was unser Facharzt vor Ort tut

Wir kombinieren strukturierte Anamnese (Dauer, Auswurf, Fieber, Atemnot, Vorerkrankungen, Raucheranamnese), körperliche Untersuchung und gezielte Schnelldiagnostik. Bei klinischen Hinweisen auf eine Pneumonie oder bei eingeschränkter Sauerstoffsättigung empfehlen wir eine zeitnahe Röntgendiagnostik oder die Vorstellung in einer Klinik. Bei reiner Bronchitis beraten wir zu inhalativer Therapie, Hustenstillern und Hustenlösern und stellen bei Bedarf eine inhalative Akutmedikation aus.

Antibiotika bei Bronchitis — meist nicht nötig

Eine virale Bronchitis profitiert nicht von Antibiotika. Selbst bei eitrig-grünlichem Auswurf ist das in der Regel kein zwingender Grund für eine Antibiotikagabe — Eosinophile und neutrophile Granulozyten färben das Sekret unabhängig vom Erregertyp. Eine Antibiotikatherapie ist sinnvoll bei nachgewiesener Pneumonie, bei chronisch obstruktiver Bronchitis mit deutlicher Exazerbation oder bei klar bakteriellem Verlauf. Diese Entscheidung treffen wir leitliniengerecht und individuell.

Ablauf des Hausbesuchs

Beim Erstkontakt klären wir Hustendauer, Begleitsymptome, Vorerkrankungen und Inhalationen. Bei Hinweisen auf eine Pneumonie oder bei reduzierter Sauerstoffsättigung stimmen wir das weitere Vorgehen ab. Andernfalls disponieren wir die nächste verfügbare Fachärztin oder den nächsten Facharzt.

Vor Ort führen wir die Untersuchung mit Auskultation, Pulsoxymetrie und bei Bedarf CRP-Schnelltest durch. Wir beraten zur sinnvollen Therapie, stellen Rezepte aus und geben klare Verlaufskriterien mit. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gehört bei Bedarf zum Hausbesuch dazu.

Abrechnung und Versicherung

Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) über unsere Privatärztliche Verrechnungsstelle. Hausbesuch, Untersuchung, Schnelltests und applizierte Medikamente werden einzeln ausgewiesen. Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen erstatten diese Positionen in der Regel vollständig.

Für internationale Gäste stellen wir die Rechnung auf Wunsch englischsprachig aus. Bei Fragen zur Abrechnung sind wir auch nach dem Termin telefonisch erreichbar.

Notfall? Wählen Sie den Notruf

Bei Bewusstlosigkeit, starken Brustschmerzen, Atemnot oder starken Blutungen wählen Sie sofort 112. Unser Service ergänzt den Rettungsdienst — ersetzt ihn aber nicht.

Einsatz-Profile

Typische Anlässe

Quälender Husten seit zehn Tagen

Eine Patientin in Friedrichshain hustet seit über einer Woche zunehmend produktiv. Wir prüfen Sauerstoffsättigung, hören die Lungen ab und entscheiden über die nächste Stufe.

Asthmatiker mit akuter Exazerbation

Bei einem Asthma-Patienten in Wilmersdorf verstärkt sich der Husten mit pfeifender Atmung. Wir passen die Inhalationstherapie an und prüfen Klinikbedarf.

Patient mit Verdacht auf Pneumonie

Hohes Fieber, atemabhängige Brustschmerzen und Auswurf — wir auskultieren, prüfen CRP und bahnen die radiologische Abklärung.

Reisender mit Husten nach Langstreckenflug

Im Hotel in Mitte plagt einen Geschäftsreisenden ein hartnäckiger Reizhusten. Wir klären, beraten zur Therapie und stellen die Reisetauglichkeit fest.

Häufig gestellte Fragen

Wie unterscheidet man Bronchitis von Lungenentzündung?

Klinisch nicht immer eindeutig. Wegweisend sind hohes anhaltendes Fieber, atemabhängige Brustschmerzen, deutliche Atemnot, reduzierte Sauerstoffsättigung und ein typischer Auskultationsbefund. Im Zweifel ergänzen wir Schnelltests und empfehlen eine Röntgendiagnostik.

Brauche ich ein Antibiotikum?

Meist nicht. Eine virale Bronchitis heilt ohne Antibiotikum. Indikationen sind nachgewiesene Pneumonie, COPD-Exazerbation oder klare bakterielle Verlaufsformen.

Was hilft gegen den Husten?

Anfangs Hustenlöser und reichlich Trinken, später bei nächtlichem Reizhusten ein zeitlich begrenzter Hustenstiller. Inhalationen, ggf. inhalative Bronchodilatatoren können zusätzlich helfen.

Wie lange dauert eine akute Bronchitis?

Typischerweise ein bis drei Wochen, in Einzelfällen länger. Bei deutlich längerem Verlauf oder Verschlechterung empfehlen wir eine erneute Beurteilung.

Jetzt buchen oder anrufen

Kontaktieren Sie uns — wir kümmern uns um einen Arzt für Ihren Hausbesuch bei Akute Bronchitis.

Anrufen Online buchen