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rab — ärztlicher Bereitschaftsdienst

Akute Beschwerden · Berlin

Magen-Darm-Infekt

Magen-Darm-Infekt ist ein medizinischer Akutfall, den RAB Arztbesuche mit einem approbierten Arzt im Hausbesuch in ganz Berlin versorgt — täglich von 6 bis 24 Uhr, meist innerhalb von 60 bis 90 Minuten.

Erbrechen, Durchfall und Bauchkrämpfe machen den Weg zum Arzt praktisch unmöglich — Sie können das Bad kaum verlassen, geschweige denn ein Taxi nehmen. Genau hier bringt ein Hausbesuch den größten Mehrwert. Unsere Fachärztinnen und Fachärzte kommen täglich von 6 bis 24 Uhr nach Hause oder ins Hotel, untersuchen, legen bei Bedarf eine Infusion und behandeln die Übelkeit zielgerichtet.

Medizinisch geprüft von Susanne Reiche · Zuletzt geprüft

Magen-Darm-Infekt in Berlin — der Hausbesuch als Versorgungsstandard

Ein akuter Magen-Darm-Infekt — meist viral, häufig durch Noroviren oder Rotaviren, gelegentlich bakteriell — verläuft typischerweise in einer kurzen, heftigen Phase mit Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchkrämpfen. In Berlin sehen wir saisonale Häufungen in den Wintermonaten, oft mit Ausbrüchen in Kitas, Schulen und Pflegeeinrichtungen. Innerhalb weniger Stunden kann eine ganze Familie betroffen sein.

Der Hausbesuch löst zwei Probleme zugleich: Sie müssen das eigene Bad nicht verlassen, und Sie infizieren nicht die nächsten zwanzig Menschen in einem Wartezimmer. Gleichzeitig haben wir vor Ort alle Mittel dabei, die in der akuten Phase wirklich helfen: Antiemetika zur Spritze, Elektrolyt-Infusionen und eine sorgfältige Untersuchung, die wichtige Differenzialdiagnosen wie eine Appendizitis oder eine Cholezystitis ausschließt.

Warum eine Infusion bei schwerer Gastroenteritis hilft

Bei heftigem Erbrechen und Durchfall verliert der Körper rasch Flüssigkeit und Elektrolyte. Solange Sie nichts bei sich behalten, hilft Trinken allein nicht — der Magen-Darm-Trakt befördert das Aufgenommene umgehend wieder hinaus. Eine intravenöse Infusion mit Elektrolytlösung umgeht diesen Weg und stabilisiert den Kreislauf direkt. Viele Patientinnen und Patienten berichten bereits während der laufenden Infusion eine deutliche Besserung. Ergänzend lässt sich mit einer Injektion von Metoclopramid oder Ondansetron die Übelkeit gezielt durchbrechen, so dass anschließend wieder kleine Flüssigkeitsmengen oral möglich sind.

Wann der Hausbesuch besonders wichtig wird

Nicht jeder Brechdurchfall erfordert einen Arztbesuch. Ein Hausbesuch ist sinnvoll, wenn Sie seit mehr als 24 Stunden nichts bei sich behalten, bei Fieber über 39 Grad, bei Blut im Stuhl oder Erbrochenen, bei ausgeprägtem Schwindel oder Kreislaufproblemen, bei Kleinkindern mit reduzierter Trinkmenge und trockenen Windeln über mehrere Stunden, sowie bei älteren Patientinnen und Patienten oder chronisch Kranken, bei denen eine Dehydratation rasch entgleisen kann. Unser Arzt entscheidet vor Ort, ob die ambulante Versorgung ausreicht oder ob eine stationäre Aufnahme empfehlenswert ist.

Ablauf des Hausbesuchs

Sie rufen unsere Berliner Nummer an oder schicken eine kurze Rückrufbitte. Beim Erstkontakt klären wir Beginn, Begleitsymptome (Fieber, Blut, Bauchschmerz-Lokalisation), Vorerkrankungen und Medikation. Bei Hinweisen auf eine chirurgische Differenzialdiagnose oder eine schwere Dehydratation lotsen wir Sie unmittelbar in eine Klinik; in allen anderen Fällen disponieren wir die nächste verfügbare Fachärztin oder den nächsten Facharzt.

Vor Ort folgt eine strukturierte Untersuchung des Abdomens, eine Beurteilung von Kreislauf und Hydratationsstatus und gegebenenfalls die Anlage einer Verweilkanüle. Wir applizieren bei Bedarf 500 bis 1000 Milliliter Elektrolytlösung, kombinieren mit Antiemetika und bleiben während der Infusion bei Ihnen. Anschließend erhalten Sie eine schriftliche Verlaufsempfehlung und gegebenenfalls eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.

Abrechnung und Versicherung

Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) über unsere Privatärztliche Verrechnungsstelle. Hausbesuch, Untersuchung, Infusionstherapie (GOÄ-Ziffer 272 ff.), Materialkosten und applizierte Medikamente werden einzeln ausgewiesen. Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen erstatten diese Positionen in der Regel vollständig.

Für internationale Gäste stellen wir die Rechnung auf Wunsch englischsprachig aus; die meisten Reisekrankenversicherungen akzeptieren die GOÄ-konforme Abrechnung. Bei Fragen zur Abrechnung sind wir auch nach dem Termin telefonisch erreichbar.

Notfall? Wählen Sie den Notruf

Bei Bewusstlosigkeit, starken Brustschmerzen, Atemnot oder starken Blutungen wählen Sie sofort 112. Unser Service ergänzt den Rettungsdienst — ersetzt ihn aber nicht.

Einsatz-Profile

Typische Anlässe

Familie mit Norovirus-Ausbruch

Innerhalb weniger Stunden erkranken mehrere Familienmitglieder mit Erbrechen und Durchfall. Wir untersuchen alle in einem Termin, priorisieren die schwerste Verlaufsform und legen bei Bedarf Infusionen.

Reisende mit akutem Brechdurchfall

Eine Geschäftsreisende im Hotel in Mitte oder Charlottenburg ist seit der Nacht akut erkrankt — Flug oder Termin steht morgen an. Wir stabilisieren mit Infusion und Antiemetika und beraten zur Reisetauglichkeit.

Älterer Patient mit Kreislaufschwäche

Bei einer 80-jährigen Patientin in Zehlendorf droht eine Dehydratation mit Schwindel und reduziertem Allgemeinzustand. Wir kommen ins Wohnzimmer, legen eine Infusion und stimmen uns mit Angehörigen oder Pflegedienst ab.

Kleinkind nach Kita-Infekt

Ein zweijähriges Kind in Prenzlauer Berg erbricht seit der Nacht, die Windeln sind seit Stunden trocken. Wir untersuchen vor Ort und entscheiden, ob orale Rehydratation reicht oder eine stationäre Anbindung sinnvoll ist.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert eine Infusion zu Hause?

In der Regel 30 bis 60 Minuten für 500 bis 1000 Milliliter Elektrolytlösung. Unser Arzt bleibt während der gesamten Infusion bei Ihnen und überwacht Kreislauf und Verträglichkeit.

Mein Kind hat seit gestern Durchfall und Erbrechen — soll ich rufen?

Bei Kindern unter zwei Jahren mit reduzierter Trinkmenge, trockenen Windeln über mehr als sechs Stunden oder ausgeprägter Apathie rufen Sie uns bitte. Dehydratation kann bei Kleinkindern rasch gefährlich werden.

Kann der Arzt sofort etwas gegen die Übelkeit geben?

Ja. Eine Injektion mit Metoclopramid oder Ondansetron wirkt typischerweise innerhalb von 10 bis 20 Minuten und ist oft der entscheidende Schritt, damit wieder Flüssigkeit oral möglich wird.

Wie lange dauert ein typischer Magen-Darm-Infekt?

Virale Gastroenteritiden klingen meist innerhalb von drei bis fünf Tagen ab. Erschöpfung kann etwas länger anhalten. Bei längerem Verlauf oder Blut im Stuhl ist eine erweiterte Diagnostik sinnvoll.

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