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rab — ärztlicher Bereitschaftsdienst

Akute Beschwerden · Berlin

Migräne-Attacke

Migräne-Attacke ist ein medizinischer Akutfall, den RAB Arztbesuche mit einem approbierten Arzt im Hausbesuch in ganz Berlin versorgt — täglich von 6 bis 24 Uhr, meist innerhalb von 60 bis 90 Minuten.

Eine schwere Migräneattacke macht jede Bewegung, jedes Licht und jeden Geräuschpegel unerträglich — der Weg in eine Praxis ist in diesem Zustand kaum möglich. Unser Facharzt-Team kommt täglich von 6 bis 24 Uhr nach Hause oder ins Hotel, klärt strukturiert ab und kann bei Bedarf injektabel oder intravenös behandeln.

Medizinisch geprüft von Susanne Reiche · Zuletzt geprüft

Migräne in Berlin — Akutversorgung in Ruhe

Migräne ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Eine schwere Attacke zeigt sich klassisch mit pulsierendem, meist einseitigem Kopfschmerz, Übelkeit oder Erbrechen, ausgeprägter Licht- und Geräuschempfindlichkeit und einer Verschlechterung durch körperliche Aktivität. Bei einem Teil der Patientinnen und Patienten geht eine Aura mit Seh- oder Sensibilitätsstörungen voraus. Im Akutzustand ist jede Reizüberflutung unerträglich, und der Weg aus dem abgedunkelten Schlafzimmer in eine Praxis bedeutet eine erhebliche zusätzliche Belastung.

Der Hausbesuch erlaubt es, diese Belastung zu vermeiden. Wir kommen in Ihre Wohnung in Mitte, Kreuzberg, Charlottenburg, Pankow oder Schöneberg, untersuchen neurologisch und entscheiden gemeinsam über die Therapie. Bei einem Status migraenosus, also einer über 72 Stunden anhaltenden Attacke, ist eine ergänzende intravenöse Therapie häufig sinnvoll — und genau diese können wir vor Ort anbieten.

Diagnostische Sicherheit vor der Therapie

Bevor wir einen akuten Kopfschmerz als Migräne behandeln, schließen wir gefährliche Differenzialdiagnosen aus. Wir prüfen Pupillenreaktion, Augenbewegung, Gesichtsmotorik, Gleichgewicht, grobe Kraft und Sensibilität, Meningismuszeichen und Vigilanz. Eine Anamnese zu Beginn, Verlauf, ähnlichen früheren Attacken, Begleitsymptomen und Risikofaktoren ist Teil jedes Hausbesuchs. Erscheint der Kopfschmerz untypisch — neu, anders, schlagartig oder mit neurologischen Auffälligkeiten — empfehlen wir eine zeitnahe weitergehende Abklärung in einer Klinik.

Therapieoptionen vor Ort

Bei einer typischen Migräneattacke kann unser Arzt eine bewährte Akuttherapie applizieren: Antiemetika wie Metoclopramid intramuskulär oder intravenös, kombiniert mit nichtsteroidalen Antirheumatika oder — falls vertragen und keine Kontraindikationen vorliegen — einem Triptan. Bei stark ausgeprägter Symptomatik ist eine intravenöse Volumengabe sinnvoll, da viele Patientinnen und Patienten durch das Erbrechen dehydriert sind. Wir bleiben während der Behandlung bei Ihnen, dokumentieren das Ansprechen und legen mit Ihnen einen Plan für die nächsten 24 Stunden fest.

Ablauf des Hausbesuchs

Beim Erstkontakt erfragen wir Beginn und Verlauf der Attacke, Vorerfahrung mit Migräne, bisherige Medikation, neurologische Auffälligkeiten und Schwangerschaftsstatus. Bei untypischer Symptomatik oder Warnzeichen lotsen wir Sie direkt in eine geeignete Klinik. In allen anderen Fällen disponieren wir die nächste verfügbare Fachärztin oder den nächsten Facharzt — typische Anfahrt 60 bis 90 Minuten.

Vor Ort führen wir die neurologische Untersuchung in Ruhe und mit gedämpftem Licht durch, applizieren die Akutmedikation und bleiben während der entscheidenden Wirkphase bei Ihnen. Wir stellen Rezepte für die häusliche Anschlusstherapie und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aus und empfehlen bei häufigen Attacken eine prophylaktische Anbindung an eine neurologische Praxis.

Abrechnung und Versicherung

Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) über unsere Privatärztliche Verrechnungsstelle. Hausbesuch, neurologische Untersuchung, Injektion oder Infusion und applizierte Medikamente werden einzeln ausgewiesen. Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen erstatten diese Positionen in der Regel vollständig.

Für internationale Gäste stellen wir die Rechnung auf Wunsch englischsprachig aus. Bei Fragen zur Abrechnung sind wir auch nach dem Termin telefonisch erreichbar.

Notfall? Wählen Sie den Notruf

Bei Bewusstlosigkeit, starken Brustschmerzen, Atemnot oder starken Blutungen wählen Sie sofort 112. Unser Service ergänzt den Rettungsdienst — ersetzt ihn aber nicht.

Einsatz-Profile

Typische Anlässe

Bekannte Migräne, Attacke entgleist

Eine Patientin mit bekannter Migräne erlebt eine besonders schwere, lange Attacke. Die häusliche Medikation reicht nicht. Wir ergänzen Antiemetika und Schmerzmittel intramuskulär oder intravenös.

Erstmanifestation in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft sind viele Standardmedikamente eingeschränkt. Wir wählen sichere Optionen und stimmen die Therapie eng mit der gynäkologischen Praxis ab.

Hotelgast mit Attacke im Hotelzimmer

Eine Geschäftsreisende erlebt nachts eine schwere Attacke. Wir kommen ins Zimmer, behandeln und beraten zur Reisetauglichkeit für den nächsten Tag.

Status migraenosus über mehrere Tage

Anhaltende Attacke über mehr als 72 Stunden, deutliche Dehydratation und Erschöpfung. Wir kombinieren Antiemetika, Schmerzmittel und intravenöse Volumengabe.

Häufig gestellte Fragen

Woran erkenne ich, ob mein Kopfschmerz gefährlich ist?

Warnzeichen sind ein plötzlicher Donnerschlag-Kopfschmerz, der stärkste Kopfschmerz Ihres Lebens, neurologische Ausfälle, Fieber mit Nackensteifigkeit, Krampfanfälle oder Bewusstseinstrübung. In diesen Fällen rufen Sie 112.

Können Sie auch Triptane applizieren?

Ja. Bei fehlenden Kontraindikationen und passender Anamnese können wir Triptane subkutan oder als Nasenspray applizieren. Bei kardiovaskulären Risikofaktoren prüfen wir das individuell.

Was, wenn ich noch nie eine Migräne hatte?

Eine Erstdiagnose im Akutzustand muss vorsichtig gestellt werden. Wir schließen relevante Differenzialdiagnosen klinisch aus und empfehlen je nach Befund eine neurologische Anbindung.

Wie häufig dürfen Migräneattacken behandelt werden?

Bei häufigen Attacken (mehr als drei pro Monat oder regelmäßiger Akutmedikamentengebrauch) empfehlen wir eine prophylaktische Therapie über eine neurologische Praxis, um einen medikamenteninduzierten Kopfschmerz zu vermeiden.

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Kontaktieren Sie uns — wir kümmern uns um einen Arzt für Ihren Hausbesuch bei Migräne-Attacke.

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