Frage · Privatarzt vs Hausarzt
Was ist der Unterschied zwischen Privatarzt und Hausarzt?
Kurz beantwortet: RAB Arztbesuche schickt für „Was ist der Unterschied zwischen Privatarzt und Hausarzt?" einen approbierten Arzt im privatärztlichen Hausbesuch in ganz Berlin — täglich von 6 bis 24 Uhr, meist innerhalb von 60 bis 90 Minuten.
Der Unterschied liegt nicht in der Ausbildung — beide sind approbierte Ärzte — sondern in der Abrechnung. Privatärzte rechnen nach GOÄ direkt mit dem Patienten ab, Vertragsärzte (klassische Hausärzte) nach EBM mit der gesetzlichen Kasse. Daraus folgen unterschiedliche Honorare, Erreichbarkeit und Wartezeiten.
Medizinisch geprüft von Susanne Reiche · Zuletzt geprüft
Kurzantwort
Der Unterschied liegt nicht in der Ausbildung — beide sind approbierte Ärzte — sondern in der Abrechnung. Privatärzte rechnen nach GOÄ direkt mit dem Patienten ab, Vertragsärzte (klassische Hausärzte) nach EBM mit der gesetzlichen Kasse. Daraus folgen unterschiedliche Honorare, Erreichbarkeit und Wartezeiten.
Zwei Abrechnungssysteme, eine medizinische Qualifikation
Ein Privatarzt und ein klassischer Vertragshausarzt haben in Deutschland exakt dieselbe Ausbildung: sechs Jahre Medizinstudium, Approbation durch das Land, mindestens fünf Jahre Facharztweiterbildung in Allgemeinmedizin oder Innere Medizin, Pflichtfortbildung, Bundesärztekammer-Aufsicht. Der entscheidende Unterschied ist verwaltungsrechtlich: Der Vertragsarzt hat eine Zulassung der Kassenärztlichen Vereinigung und rechnet seine Leistungen nach dem EBM (einheitlicher Bewertungsmaßstab) mit der gesetzlichen Krankenkasse ab — der Patient zahlt nichts, zeigt die Versichertenkarte vor. Der Privatarzt rechnet nach der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) direkt mit dem Patienten ab — der Patient bekommt eine Rechnung und reicht sie bei seiner Privatversicherung ein.
Daraus folgen praktische Unterschiede. Der Vertragsarzt ist budgetiert: Pro Quartal hat er eine Punktzahl, die er für GKV-Patienten abrechnen darf. Das zwingt zu Effizienz — kürzere Termine, fokussierte Diagnostik, oft enge Sprechstunden. Der Privatarzt rechnet jede einzelne Leistung mit einem Faktor (1,8 bis 3,5) ab — er hat mehr Zeit pro Patient, kann längere Anamnesen führen und ist häufiger flexibel mit Terminen, Hausbesuchen, Abend- und Wochenenddiensten. Das schlägt sich auf der Rechnung nieder, ist aber kein Mehrwert per se — bei klaren Befunden gibt es keinen medizinischen Unterschied. Bei komplexen, beratungsintensiven Anliegen kann die längere Zeit jedoch ein echter Mehrwert sein.
Für Sie als Patient heißt das: Wenn Sie gesetzlich versichert sind, ist Ihr Hausarzt in der Regel ein Vertragsarzt. Sie können trotzdem als Selbstzahler einen Privatarzt aufsuchen — etwa wenn Sie schneller einen Termin, einen Hausbesuch oder eine ausführlichere Beratung wünschen. Wenn Sie privatversichert sind, sind die meisten Ärzte, bei denen Sie in Behandlung sind, Vertragsärzte mit Privatabrechnung oder reine Privatärzte; in beiden Fällen rechnen sie Ihre PKV-Leistungen nach GOÄ ab. RAB Arztbesuche Berlin ist ein rein privatärztlicher Bereitschaftsdienst — wir sind keine Alternative zur Hausarztpraxis, sondern eine Ergänzung außerhalb der Sprechzeiten und bei Bedarf eines Hausbesuchs.
Beispiel: gleicher Patient, zwei Wege
Ein Berliner mit beginnender Erkältung und Termindruck im Job: Bei seinem Vertragshausarzt in Charlottenburg ist die nächste freie Sprechstunde in zwei Tagen, Wartezeit vor Ort eine Stunde, Konsultation 8 Minuten, Rezept und AU — alles über Versichertenkarte, kein Eigenanteil. Alternativ ruft er privatärztlich für den Abend an: Hausbesuch in 70 Minuten, 35 Minuten ausführliche Untersuchung, Rezept und AU vor Ort, Rechnung 240 Euro. Medizinisch sind beide Wege gleich gut, ökonomisch und zeitlich aber sehr unterschiedlich.
Die wichtigsten Unterschiede konkret
- Ausbildung: identisch — Approbation, Facharztweiterbildung, Fortbildungspflicht für alle Ärzte gleich.
- Abrechnung Privatarzt: GOÄ direkt mit Patient, Faktor 1,8 – 3,5, transparente Rechnung über Privatärztliche Verrechnungsstelle.
- Abrechnung Vertragsarzt: EBM mit gesetzlicher Kasse, Patient zeigt Versichertenkarte vor, Sachleistung.
- Zeit pro Patient: Privatarzt oft 20 – 45 Minuten, Vertragsarzt im EBM-Budget meist 7 – 15 Minuten.
- Hausbesuche: Vertragsarzt meist nur für gehunfähige Stammpatienten, Privatarzt-Bereitschaft auch flexibel und schnell.
- Wartezeiten Termin: Privatarzt oft taggleich oder Tage, Vertragsarzt-Facharzt häufig Wochen.
- Erreichbarkeit Wochenende: Privatarzt-Bereitschaft 24/7 möglich, Vertragsarzt-Bereitschaft über 116117.
- Hausarzt bleibt zentral: auch wer einen Privatarzt für Akutes ruft, sollte einen festen Hausarzt für die Dauerversorgung haben.
Notfall? Wählen Sie den Notruf
Bei Bewusstlosigkeit, starken Brustschmerzen, Atemnot oder starken Blutungen wählen Sie sofort 112. Unser Service ergänzt den Rettungsdienst — ersetzt ihn aber nicht.
Häufig gestellte Fragen
Kann ein Vertragsarzt auch privat abrechnen?
Ja, wenn Sie privatversichert sind oder als Selbstzahler kommen, rechnet jeder Vertragsarzt nach GOÄ. 'Reine Privatärzte' haben sich entschieden, gar keine GKV-Zulassung zu führen.
Ersetzt der Privatarzt meinen Hausarzt?
Nein. Der Privatarzt-Hausbesuch ist eine Ergänzung für Akutes außerhalb der Sprechzeiten. Die Dauerversorgung — chronische Erkrankungen, DMP-Programme, Vorsorge — sollte beim festen Hausarzt liegen.
Ist ein Privatarzt 'besser'?
Nicht per se. Beide sind approbiert. Der Privatarzt hat mehr Zeit, der Vertragsarzt kennt Sie über Jahre. Für unterschiedliche Situationen sind unterschiedliche Wege passend.
Jetzt buchen oder anrufen
Kontaktieren Sie uns telefonisch oder online — wir beantworten Ihre Fragen direkt.