Zum Inhalt springen
rab — ärztlicher Bereitschaftsdienst

Frage · 116117 Bereitschaftsdienst

Wann sollte ich 116117 anrufen?

Kurz beantwortet: RAB Arztbesuche schickt für „Wann sollte ich 116117 anrufen?" einen approbierten Arzt im privatärztlichen Hausbesuch in ganz Berlin — täglich von 6 bis 24 Uhr, meist innerhalb von 60 bis 90 Minuten.

Wählen Sie 116117, wenn Sie gesetzlich versichert sind und außerhalb der Praxisöffnungszeiten ärztliche Hilfe brauchen, aber kein lebensbedrohlicher Notfall vorliegt. Die Nummer ist bundesweit gleich, kostenlos und 24/7 erreichbar.

Medizinisch geprüft von Susanne Reiche · Zuletzt geprüft

Kurzantwort

Wählen Sie 116117, wenn Sie gesetzlich versichert sind und außerhalb der Praxisöffnungszeiten ärztliche Hilfe brauchen, aber kein lebensbedrohlicher Notfall vorliegt. Die Nummer ist bundesweit gleich, kostenlos und 24/7 erreichbar.

Was 116117 leistet — und was nicht

Die 116117 ist die zentrale Rufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes der Kassenärztlichen Vereinigungen in Deutschland. Sie ist bundeseinheitlich, kostenlos aus allen Netzen und 24 Stunden besetzt. Die Mitarbeiter in der Leitstelle führen eine strukturierte Ersteinschätzung durch und entscheiden dann: Ratschlag am Telefon, Hinweis auf eine Bereitschaftspraxis in der Nähe, Vermittlung eines Hausbesuchs durch einen Vertragsarzt oder — bei dringendem Verdacht — Weiterleitung an die 112. Für gesetzlich Versicherte ist die Versorgung kostenlos, da der Bereitschaftsdienst über die GKV finanziert wird. Auch Privatversicherte können 116117 anrufen, bezahlen aber ggf. die Leistung selbst, weil Vertragsärzte nach EBM abrechnen und nicht in jedem Tarif erstattungsfähig sind.

Die richtige Situation für 116117: Es ist Wochenende, Feiertag oder Nacht — außerhalb der regulären Praxiszeiten — und Sie haben Beschwerden, die nicht bis zum nächsten Werktag warten können, aber auch nicht lebensbedrohlich sind. Klassische Bilder: Fieber über 39 Grad, akuter Atemwegsinfekt mit deutlicher Verschlechterung, Harnwegsinfekt mit Schmerzen, Migräneanfall ohne Besserung durch Hausmittel, Magen-Darm-Infekt mit anhaltendem Erbrechen, Rückenschmerzen mit Bewegungsblockade, Ohrenschmerzen bei Kindern. Sind Sie unsicher, fragen Sie die Leitstelle — sie wird Sie nicht abweisen, sondern strukturiert weiterleiten.

Die ehrliche Schwäche in Berlin: Wartezeiten. Hausbesuche durch den 116117-Dienst dauern in der Hauptstadt häufig 4 bis 8 Stunden, in der Grippewelle länger. Bereitschaftspraxen (etwa an der Charité Virchow, Vivantes Friedrichshain) sind oft voll. Wer das nicht warten kann oder möchte, wählt bewusst den privatärztlichen Weg — schneller, aber selbst zu bezahlen. Bei echten Notfällen umgekehrt: nie 116117 wählen, sondern sofort 112. Die Leitstelle 116117 ist nicht für lebensbedrohliche Situationen ausgelegt und Sekunden gehen verloren.

Beispiel: Fieber an einem Feiertag

Ein gesetzlich versicherter Mann aus Kreuzberg bekommt an einem Feiertagnachmittag plötzlich 39,5 Grad Fieber mit Schüttelfrost und Kopfschmerzen. Sein Hausarzt hat geschlossen. Er ruft 116117 an, schildert die Symptome, die Leitstelle stuft ihn als 'dringend, aber nicht lebensbedrohlich' ein und nennt eine Bereitschaftspraxis an der Charité Virchow. Dort wird er nach drei Stunden Wartezeit untersucht, bekommt eine virale Diagnose und ein Rezept — kostenlos über seine Kassenkarte. Hätte er nicht warten wollen, wäre der privatärztliche Weg in 70 Minuten möglich gewesen, aber als Selbstzahler mit rund 250 bis 320 Euro.

Wann 116117 die richtige Wahl ist

  • Außerhalb der Praxisöffnungszeiten: abends ab 18 Uhr, nachts, Wochenende, Feiertage.
  • Beschwerden sind dringend, aber nicht lebensbedrohlich.
  • Sie sind gesetzlich versichert und wollen ohne Zuzahlung versorgt werden.
  • Sie können 4 bis 8 Stunden Wartezeit (oder Anfahrt zur Bereitschaftspraxis) realistisch akzeptieren.
  • Typische Bilder: hohes Fieber, Atemwegsinfekt, Harnwegsinfekt, Migräne, Magen-Darm, akute Rückenschmerzen.
  • Auch reine Beratung möglich: Sie sind unsicher, ob Sie zum Arzt müssen — die Leitstelle hilft Ihnen einzuordnen.
  • Nicht für Folgerezepte für Dauermedikamente — dafür ist der Hausarzt am Werktag zuständig.
  • Nie bei Verdacht auf Herzinfarkt, Schlaganfall, Atemnot, Bewusstlosigkeit — immer sofort 112.

Notfall? Wählen Sie den Notruf

Bei Bewusstlosigkeit, starken Brustschmerzen, Atemnot oder starken Blutungen wählen Sie sofort 112. Unser Service ergänzt den Rettungsdienst — ersetzt ihn aber nicht.

Häufig gestellte Fragen

Kostet 116117 etwas?

Der Anruf ist kostenlos. Die ärztliche Leistung für gesetzlich Versicherte ist über die GKV abgedeckt und damit zuzahlungsfrei. Privatversicherte zahlen die Leistung des Vertragsarztes selbst.

Wie lange dauert es, bis ein Arzt vom 116117 zu mir kommt?

In Berlin häufig 4 bis 8 Stunden, in der Grippewelle länger. Die Leitstelle nennt ein Zeitfenster — wenn die Wartezeit für Sie nicht akzeptabel ist, fragen Sie nach Alternativen.

Was tun, wenn es dringender ist als 116117 erlaubt?

Bei Verdacht auf Lebensgefahr immer 112. Bei dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Bildern, in denen Sie nicht warten können, ist ein privatärztlicher Hausbesuch eine Alternative — selbst zu bezahlen, dafür schneller.

Jetzt buchen oder anrufen

Kontaktieren Sie uns telefonisch oder online — wir beantworten Ihre Fragen direkt.

Anrufen Online buchen