Frage · Ausrüstung Hausbesuch
Was bringt der Arzt beim Hausbesuch mit?
Kurz beantwortet: RAB Arztbesuche schickt für „Was bringt der Arzt beim Hausbesuch mit?" einen approbierten Arzt im privatärztlichen Hausbesuch in ganz Berlin — täglich von 6 bis 24 Uhr, meist innerhalb von 60 bis 90 Minuten.
Der Arzt bringt eine vollständige mobile Praxis mit: Stethoskop, Blutdruckmessgerät, EKG, Schnelltests (Influenza, RSV, Streptokokken, Corona), Otoskop, Sauerstoff-Sättigungsmesser, Blutzuckermessgerät, Spritzen, Notfallmedikamente, Verbandsmaterial und Rezeptblock.
Medizinisch geprüft von Susanne Reiche · Zuletzt geprüft
Kurzantwort
Der Arzt bringt eine vollständige mobile Praxis mit: Stethoskop, Blutdruckmessgerät, EKG, Schnelltests (Influenza, RSV, Streptokokken, Corona), Otoskop, Sauerstoff-Sättigungsmesser, Blutzuckermessgerät, Spritzen, Notfallmedikamente, Verbandsmaterial und Rezeptblock.
Die mobile Praxis — was im Arztkoffer steckt
Ein moderner Hausbesuchsarzt führt mehr Diagnostik mit sich, als die meisten Patienten vermuten. Der Standardkoffer enthält das klassische Untersuchungsbesteck — Stethoskop, manuelles und digitales Blutdruckmessgerät, Reflexhammer, Stirnlampe, Otoskop für die Ohren, Spatel und Lampe für den Rachen, Pulsoxymeter für die Sauerstoffsättigung, Fieberthermometer, Blutzuckermessgerät mit Teststreifen. Hinzu kommt ein mobiles Drei-Kanal- oder Sechs-Kanal-EKG, das in 5 Minuten ein interpretierbares Bild liefert und etwa bei Brustschmerzen, Herzklopfen oder Schwindel direkt vor Ort über das weitere Vorgehen entscheidet — Klinikeinweisung oder ambulante Beobachtung.
Für die Akutdiagnostik führen wir validierte Schnelltests mit: Influenza A/B, RSV, SARS-CoV-2, Streptokokken-A bei Halsschmerzen, Mononukleose, Schwangerschaftstest, Urinstreifen für Harnwegsinfekt-Verdacht, Hämoccult-Test bei Verdacht auf okkulte Blutung. Diese Tests liefern in 5 bis 15 Minuten ein klares Ergebnis und ersparen oft die Verlegung in eine Notaufnahme oder das Warten auf Laborergebnisse aus einer Praxis. Zur Therapie führen wir Notfallmedikamente — Adrenalin für anaphylaktische Reaktionen, Sauerstoff in Kleinmenge, intravenöse Kortikoide, Antiemetika gegen schweres Erbrechen, Schmerzmittel zum Spritzen, Kreislaufmittel, Glukose bei Hypoglykämie, Antihistaminika.
Was wir nicht mitbringen: Laborgeräte für aufwendige Blutbilder, bildgebende Diagnostik wie Röntgen, Ultraschall oder CT, große chirurgische Versorgung über kleine Wundnähte hinaus. Wenn solche Untersuchungen nötig werden, organisieren wir die Weiterleitung — entweder in eine Praxis am nächsten Werktag, in eine radiologische Praxis mit kurzem Termin oder bei Eile in die geeignete Klinik. Rezepte werden vor Ort ausgestellt; bei sofortiger Notwendigkeit nennen wir die nächstgelegene 24-Stunden-Apotheke. Krankschreibungen werden direkt mitgegeben oder digital nachgeschickt. Die mobile Praxis deckt damit alles ab, was ein gut ausgestatteter Hausarzt in der Praxis ohne CT oder Röntgen ebenfalls leisten kann — nur eben bei Ihnen zu Hause oder im Hotelzimmer.
Beispiel: Bronchitis-Verdacht im Hotel
Ein Geschäftsreisender in einem Hotel am Potsdamer Platz klagt über Husten, Fieber und Brustschmerzen beim Atmen. Der Arzt hört die Lunge ab — keine Pneumonie-Zeichen, aber bronchitisches Bild. Er misst die Sauerstoffsättigung — 96 Prozent, also unauffällig. Ein Influenza-Schnelltest fällt positiv aus, ein CRP-Schnelltest schließt einen bakteriellen Hintergrund mit ausreichender Sicherheit aus. Der Arzt verschreibt ein antivirales Mittel (wenn früh genug), Symptommittel und stellt eine fünftägige Krankschreibung aus. Alle Entscheidungen vor Ort, ohne Klinikbesuch, ohne Laborwartezeit.
Im Detail — Geräte, Tests, Medikamente
- Untersuchung: Stethoskop, Blutdruckmessgerät (manuell und digital), Pulsoxymeter, Fieberthermometer, Reflexhammer, Otoskop, Stirnlampe.
- Diagnostik vor Ort: Mobiles EKG (3- oder 6-Kanal), Blutzuckermessgerät, Urinstreifen-Schnelltest.
- Schnelltests: Influenza A/B, RSV, SARS-CoV-2, Streptokokken-A, Mononukleose, Schwangerschaftstest, Hämoccult.
- Notfallmedikamente: Adrenalin (i.m.), Kortikoide (i.v.), Antihistaminika, Antiemetika, Schmerzmittel zum Spritzen, Glukose, Kreislaufmittel.
- Sauerstoff: Kleinmenge für Akutsituationen — keine Dauer-Therapie.
- Verbandsmaterial: Sterile Kompressen, Pflaster, elastische Binden, Wundnaht-Set für kleine Schnittwunden.
- Bürokratie: Rezeptblock, Krankschreibungs-Formulare (digital + Papier), Überweisungen.
- Hygiene: Einmalhandschuhe, Desinfektion, Mundschutz — auch FFP2 bei Verdachtsfall.
Notfall? Wählen Sie den Notruf
Bei Bewusstlosigkeit, starken Brustschmerzen, Atemnot oder starken Blutungen wählen Sie sofort 112. Unser Service ergänzt den Rettungsdienst — ersetzt ihn aber nicht.
Häufig gestellte Fragen
Kann der Arzt Blut abnehmen?
Ja — für die meisten Schnelltests und für die Befundung in einem Labor am nächsten Werktag. Vor-Ort-Auswertung ist auf die mitgeführten Schnelltests beschränkt.
Bringt der Arzt ein Röntgengerät?
Nein — Röntgen ist ortsgebunden. Bei Verdacht auf Fraktur oder Pneumonie organisieren wir einen schnellen Termin in einer radiologischen Praxis oder veranlassen die Klinikeinweisung.
Können Sie eine Infusion legen?
Ja, bei medizinischer Indikation — typischerweise bei Dehydratation, Migräne-Anfall oder Vitamin-Mangel. Die Infusion läuft 30 bis 45 Minuten unter Aufsicht im häuslichen Umfeld.
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