Frage · Vorbereitung Hausbesuch Berlin
Was sollte ich für einen Arzt-Hausbesuch in Berlin bereithalten?
Kurz beantwortet: RAB Arztbesuche schickt für „Was sollte ich für einen Arzt-Hausbesuch in Berlin bereithalten?" einen approbierten Arzt im privatärztlichen Hausbesuch in ganz Berlin — täglich von 6 bis 24 Uhr, meist innerhalb von 60 bis 90 Minuten.
Halten Sie für den Hausbesuch bereit: Versicherungskarte oder Privatversicherungs-Police, eine aktuelle Medikamentenliste, Impfpass, gegebenenfalls Mutterpass, Vorbefunde der letzten Wochen, eine ruhige Liegefläche und Beleuchtung sowie eine Bezugsperson, die mit übersetzen oder ergänzen kann. Eine vorbereitete halbe Stunde spart Zeit.
Medizinisch geprüft von Susanne Reiche · Zuletzt geprüft
Kurzantwort
Halten Sie für den Hausbesuch bereit: Versicherungskarte oder Privatversicherungs-Police, eine aktuelle Medikamentenliste, Impfpass, gegebenenfalls Mutterpass, Vorbefunde der letzten Wochen, eine ruhige Liegefläche und Beleuchtung sowie eine Bezugsperson, die mit übersetzen oder ergänzen kann. Eine vorbereitete halbe Stunde spart Zeit.
Wie Sie sich praktisch auf den Besuch vorbereiten
Ein gut vorbereiteter Hausbesuch ist medizinisch besser und für alle Beteiligten entspannter. Beginnen Sie damit, einen ruhigen Untersuchungsort einzurichten: idealerweise das Bett oder Sofa mit ausreichend Platz für die Untersuchung, gute Beleuchtung (Tageslicht oder eine helle Tischlampe), in Reichweite ein Glas Wasser, ein Eimer für den Notfall bei Übelkeit. Halten Sie folgende Dokumente bereit: Versicherungskarte oder bei Privatversicherten die Police mit Versicherungsnummer, einen amtlichen Lichtbildausweis (in seltenen Fällen, vor allem bei Hotelbesuchen, sinnvoll), eine aktuelle Medikamentenliste mit Wirkstoff, Dosis, Tageszeit (kein Foto der Packungen — eine Liste ist effizienter), Impfpass falls vorhanden, Mutterpass bei Schwangerschaft, Allergiepass bei bekannten Allergien.
Vorbefunde der letzten Wochen oder Monate, die zum aktuellen Beschwerdebild relevant sind, sind Gold wert: Blutwerte, Bildgebung, frühere Arztbriefe, Klinikentlassungsberichte. Wer eine elektronische Patientenakte führt, kann uns einen Screenshot vorhalten — wer Papierordner führt, hat oft das Relevante schneller zur Hand als gedacht. Bei chronischen Erkrankungen helfen uns Verlaufsblätter (Blutdrucktagebuch, Blutzucker-Verlauf, Tagebücher bei chronischen Schmerzen) zur Therapieplanung. Bei sehr alten oder schwer kranken Patientinnen ist eine Bezugsperson neben dem Patienten sehr hilfreich — sie ergänzt die Anamnese, übersetzt bei kognitiver Einschränkung und ist wichtige Gesprächspartnerin für das Therapieziel.
Eine ehrliche Bitte für den Hausbesuch: Wenn Tiere im Haushalt leben, die uns sehen werden, bitten wir Sie, große Hunde während des Besuchs zu sichern — wir lieben Tiere, aber die Untersuchung mit einem aufgeregten Hund am Bein dauert länger und ist nicht für jeden Patienten angenehm. Wenn Sie rauchen, lüften Sie vor unserem Eintreffen, das ist für die Auskultation hilfreich. Wenn die Klingel kaputt ist oder der Türöffner sperrig ist, geben Sie uns das vorher durch — wir verlieren sonst Minuten am Eingang. Und: Bitte achten Sie auf eine erreichbare Hausnummer und Klingelname am Eingang. Diese Kleinigkeiten summieren sich und entscheiden zwischen einer ruhigen halben Stunde und einem hektischen Besuch.
Beispiel: vorbereiteter Senior-Hausbesuch
Ein 78-jähriger Patient in Wedding mit bekannten Vorerkrankungen (KHK, Diabetes, Vorhofflimmern mit Marcumar) wird von der Tochter angemeldet. Sie hat eine Medikamentenliste vorbereitet (10 Substanzen), den letzten Arztbrief der Kardiologie aus dem Vorquartal bereitgelegt, das Blutdrucktagebuch der letzten zwei Wochen daneben gelegt. Der Vater liegt im Bett, eine Tischlampe daneben, der Couchtisch geräumt. Wir können sofort effizient arbeiten: Anamnese mit Tochter und Patient, Untersuchung, Pulsoximetrie, EKG-Schnellabstrich (über tragbares Gerät), Diagnose und Therapieplan. Gesamtdauer 38 Minuten — entspannt, sorgfältig, ohne hektisches Wühlen nach Unterlagen. Das ist der Unterschied, den 20 Minuten Vorbereitung machen.
Checkliste: Was vor dem Klingeln bereitliegen sollte
- Versicherungskarte oder PKV-Police mit Versicherungsnummer.
- Aktuelle Medikamentenliste (Wirkstoff, Dosis, Tageszeit) — eine Liste ist effizienter als Packungen.
- Impfpass, bei Schwangerschaft Mutterpass, bei bekannten Allergien Allergiepass.
- Vorbefunde der letzten Wochen, sofern relevant: Blutwerte, Bildgebung, Arztbriefe.
- Ruhige Liegefläche mit Beleuchtung; bei Sturzpatienten freier Bewegungsraum.
- Glas Wasser, Handtuch, gegebenenfalls Eimer bei Übelkeit.
- Bezugsperson neben dem Patienten — bei kognitiv eingeschränkten oder sehr kranken Personen.
- Hausnummer, Klingelname, ggf. Code für Haustür der Adresse beim Anruf durchgeben.
Notfall? Wählen Sie den Notruf
Bei Bewusstlosigkeit, starken Brustschmerzen, Atemnot oder starken Blutungen wählen Sie sofort 112. Unser Service ergänzt den Rettungsdienst — ersetzt ihn aber nicht.
Häufig gestellte Fragen
Muss ich vorher etwas online ausfüllen?
Bei uns nicht — wir nehmen die Anamnese am Telefon und vor Ort auf. Hilfreich ist es nur, wenn Sie sich vorher die Medikamentenliste notieren.
Was, wenn ich keine Medikamentenliste habe?
Dann sammeln Sie kurz die wichtigsten Packungen auf dem Tisch — wir tragen sie zusammen. Liste ist schneller, Packungen sind das Notbackup.
Reicht die Versicherungskarte für die Abrechnung?
Bei gesetzlich Versicherten reicht die Karte nicht — wir rechnen privat ab. Bei Privatversicherten genügen Name, Versicherung und Versicherungsnummer, die Karte oder Police ist die schnellste Quelle.
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