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rab — ärztlicher Bereitschaftsdienst

Saisonaler Hausbesuch · Allergie

Allergie-Saison Berlin

Allergie-Saison Berlin ist ein saisonaler Gesundheitsanlass, bei dem RAB Arztbesuche einen approbierten Arzt im Hausbesuch in ganz Berlin bereitstellt — täglich von 6 bis 24 Uhr, meist innerhalb von 60 bis 90 Minuten.

Die Allergie-Saison in Berlin zieht sich heute über fast das ganze Jahr — Erle und Hasel ab Februar, Birke im April, Gräser bis in den Juli, Beifuß und Ambrosia bis September, Hausstaubmilben das ganze Jahr über, Schimmel besonders im Herbst, Tierhaare ganzjährig. Wir kommen täglich 6 bis 24 Uhr ins Hotel oder nach Hause, übernehmen Akuttherapie, beraten zur Auslöser-Vermeidung und organisieren spezifische IgE-Diagnostik bei Bedarf.

Medizinisch geprüft von Susanne Reiche · Zuletzt geprüft

Allergie-Saison Berlin — Kalender und Auslöser

Berlin gehört zu den allergisch belastetsten deutschen Städten. Der Klimawandel hat die Pollensaison messbar verlängert: Hasel- und Erlenpollen treten heute regelmäßig schon im Januar oder Februar auf, Birken im April, Gräser von Mai bis Juli, Beifuß und seit einigen Jahren Ambrosia bis weit in den September hinein. Parallel sind ganzjährig Hausstaubmilben, Tierhaarantigene und Schimmelpilzsporen wichtige Auslöser. Wer atopisch veranlagt ist, leidet in Berlin oft fast durchgehend an Rhinitis-Symptomen, juckenden Augen oder einem subklinischen Asthma — viele wissen nicht, dass das therapierbar ist.

Wir versorgen Patientinnen und Patienten mit Allergien im Hausbesuch täglich 6 bis 24 Uhr in ganz Berlin. Im Termin erheben wir die Anamnese mit Saisonkalender, untersuchen den HNO-Status und die Lunge, beurteilen die aktuelle Symptomlast und stellen ein Stufenschema auf: orale Antihistaminika, nasales Cortison, antiallergische Augentropfen, bei Asthma-Symptomatik inhalative Kortikosteroide und Bedarfsmedikation. Bei unklaren oder schweren Verläufen organisieren wir eine spezifische IgE-Bestimmung (Bluttest) in einem Berliner Speziallabor — Befund mit Allergiepass kommt per verschlüsselter Post oder Mail. Rezept und GOÄ-Beleg über unsere Privatärztliche Verrechnungsstelle gibt es noch im selben Termin.

Etagenwechsel — wenn aus Rhinitis Asthma wird

Etwa ein Drittel aller Heuschnupfen-Patientinnen und -Patienten entwickelt im Verlauf ein allergisches Asthma — der sogenannte Etagenwechsel von der oberen in die untere Atemwegsetage. Frühe Anzeichen: trockener Reizhusten beim Sport im Freien, Engegefühl in der Brust, pfeifende Atmung am Morgen. Wer diese Anzeichen früh erkennt und konsequent inhalativ behandelt, kann den Verlauf günstig beeinflussen. Wir hören die Lunge ab, beurteilen orientierend die Atemfunktion und entscheiden über inhalative Therapie oder die Anbindung an die pneumologische Sprechstunde.

Notfall: anaphylaktische Reaktion

Eine allergische Rhinitis ist kein Notfall — eine Anaphylaxie schon. Bei Schwellung von Lippen, Zunge oder Hals, akuter Atemnot mit pfeifender Atmung, Kreislaufkollaps oder generalisiertem Hautausschlag mit Schock wählen Sie sofort 112 und setzen — falls vorhanden — den Adrenalin-Autoinjektor. Häufige Auslöser in Berlin: Wespenstich im Spätsommer, Erdnüsse, Sesam, Schalentiere, Latex, einige Medikamente. Wir besprechen die Indikation für einen Adrenalin-Pen und stellen das Rezept aus, wenn die Indikation gegeben ist.

So läuft der Hausbesuch in der Allergie-Saison ab

Sie rufen an, schildern die Symptome, den vermuteten Auslöser und bisherige Therapien. Wir vereinbaren ein Zeitfenster — Anfahrt in Berlin 60 bis 90 Minuten. Bei akuter Atemnot oder Hinweisen auf Anaphylaxie ist 112 die richtige Wahl, bei normaler Schwere kommt der Hausbesuch.

Vor Ort: gezielte Anamnese mit Saisonkalender, körperliche Untersuchung mit Lungenauskultation, gegebenenfalls Peak-Flow-Messung. Therapieplan, Rezept (Antihistaminikum, Cortison-Spray, Augentropfen, gegebenenfalls Inhalator), Notfallplan. Optional Veranlassung der spezifischen IgE-Diagnostik. GOÄ-Beleg über die Privatärztliche Verrechnungsstelle.

Notfall? Wählen Sie den Notruf

Bei Bewusstlosigkeit, starken Brustschmerzen, Atemnot oder starken Blutungen wählen Sie sofort 112. Unser Service ergänzt den Rettungsdienst — ersetzt ihn aber nicht.

Einsatz-Profile

Typische Anlässe

Schwangere mit Heuschnupfen

Schwangere im zweiten Trimenon mit massivem Birken-Pollen-Heuschnupfen. Wir wählen ein schwangerschaftskompatibles Antihistaminikum, stimmen uns mit der Gynäkologie ab, beraten zur Auslöser-Reduktion.

Kind mit erstem Asthma-Verdacht

8-jähriger mit Reizhusten beim Sport und nächtlichem Husten in der Pollensaison. Wir untersuchen, beurteilen, vermitteln an die kinderpneumologische Sprechstunde der Charité.

Geschäftsreisender mit Tierhaarallergie im Hotel

Gast mit Reaktion auf Haustier-Allergene im Hotelzimmer. Wir behandeln symptomatisch, beraten zu Zimmerwahl und Reisemedikation.

Erwachsener mit Verdacht auf Hausstaubmilbenallergie

Berliner mit ganzjährig verstopfter Nase und morgendlichem Husten. Wir veranlassen spezifische IgE-Diagnostik, beraten zu Encasing, Stufenschema, Hyposensibilisierung.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Allergie-Test ist sinnvoll: Bluttest oder Pricktest?

Beides hat seinen Platz. Der Pricktest auf der Haut ist standardisiert und kostengünstig — er gehört in eine allergologische Sprechstunde, da Anaphylaxie-Risiko besteht. Eine spezifische IgE-Bestimmung im Blut ist im Hausbesuch problemlos veranlassbar und liefert gut interpretierbare Befunde.

Lohnt sich eine Hyposensibilisierung?

Bei klar identifiziertem Hauptauslöser, hoher Symptomlast und gegebener Indikation ja. Die subkutane Form (SCIT) startet meist nach der Saison, sublinguale Tabletten (SLIT) sind je nach Allergen ganzjährig möglich. Wir besprechen die Eignung individuell.

Bekomme ich einen Allergiepass?

Ja, sobald die spezifische IgE-Diagnostik vorliegt. Der Pass dokumentiert nachgewiesene Sensibilisierungen, frühere anaphylaktische Reaktionen und die individuelle Notfallmedikation. Wichtig bei Reisen und Krankenhausaufnahmen.

Sind Antihistaminika für die Daueranwendung geeignet?

Moderne, nicht-sedierende Antihistaminika (Bilastin, Fexofenadin, Loratadin, Desloratadin) sind langfristig gut verträglich. Wir überprüfen die Indikation regelmäßig und passen die Stufentherapie an die Saison an.

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