Saisonaler Hausbesuch · Sommer
Hitzschlag Sommer Berlin
Hitzschlag Sommer Berlin ist ein saisonaler Gesundheitsanlass, bei dem RAB Arztbesuche einen approbierten Arzt im Hausbesuch in ganz Berlin bereitstellt — täglich von 6 bis 24 Uhr, meist innerhalb von 60 bis 90 Minuten.
Berlin erlebt seit Jahren wiederkehrende Hitzewellen mit Temperaturen über 35 °C — Innenstadtwerte oft noch höher. Hitzeerschöpfung und Hitzschlag sind medizinisch nicht dasselbe: der Hitzschlag ist ein Notfall mit Lebensgefahr. Bei Verdacht auf Hitzschlag wählen Sie sofort 112. Für alle anderen hitzebedingten Beschwerden kommen wir täglich von 6 bis 24 Uhr.
Medizinisch geprüft von Susanne Reiche · Zuletzt geprüft
Berliner Hitzewellen — die Risikogruppen kennen
Berlin ist als Großstadt besonders vom urbanen Wärmeinseleffekt betroffen. Asphalt und Beton geben nachts kaum Wärme ab — die Tropennächte häufen sich. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Kranke (Herzinsuffizienz, Niereninsuffizienz, Diabetes), Schwangere, Säuglinge, Patienten unter Diuretika, Betablockern und Psychopharmaka. Auch sportlich Aktive im Tiergarten, am Wannsee oder beim Berliner Halbmarathon können binnen Stunden in eine Hitzeerschöpfung rutschen.
Die Unterscheidung ist klinisch entscheidend: Hitzeerschöpfung bedeutet Schwitzen, Schwäche, Übelkeit, Kreislaufprobleme bei meist erhaltenem Bewusstsein und Körpertemperatur unter 40 °C. Hitzschlag ist Lebensgefahr mit zentralnervösen Symptomen, trockener heißer Haut und Temperaturen über 40 °C. Bei Verdacht auf Hitzschlag immer 112 — der Patient muss schnellstmöglich aktiv gekühlt werden.
Hitzeerschöpfung — wann der Hausbesuch hilft
Bei moderater Symptomatik mit Erbrechen, Kreislaufschwäche, Krämpfen, ausgeprägtem Schwindel oder Dehydratation untersuchen wir vor Ort, messen Vitalwerte und Körpertemperatur, legen bei Bedarf einen intravenösen Zugang und infundieren kristalloide Lösung. Wir beurteilen, ob eine Klinikeinweisung nötig ist oder die ambulante Versorgung mit klaren Sicherungsregeln genügt.
Lebensbedrohlicher Hitzschlag — sofort 112
Bei Bewusstseinsstörung, Krampfanfall, sehr hoher Körpertemperatur, trockener heißer Haut, Atemnot oder Brustschmerzen rufen Sie sofort 112 und beginnen mit Kühlung: nasse Tücher, Ventilator, Beine hoch, Wasser nur bei wachem Patienten in kleinen Schlucken. Unser Service ergänzt den Rettungsdienst — und kann ihn nicht ersetzen.
So läuft der Hausbesuch bei Hitzebeschwerden ab
Sie rufen an, wir klären telefonisch zuerst, ob es sich um einen Notfall (112) oder eine Hitzeerschöpfung handelt, die ein Hausbesuch versorgen kann. Bei Notfallzeichen bleiben wir am Telefon, bis der Rettungsdienst eintrifft.
Vor Ort: Vitalwerte, Körpertemperatur, Hydratationsstatus, ggf. Blutzucker, ggf. EKG. Therapie: Kühlung, Flüssigkeitszufuhr (oral oder i.v.), Anpassung der Dauermedikation (Diuretika, Antihypertensiva — temporäres Pausieren ist oft sinnvoll). Krankschreibung und GOÄ-Beleg sind Standard.
Notfall? Wählen Sie den Notruf
Bei Bewusstlosigkeit, starken Brustschmerzen, Atemnot oder starken Blutungen wählen Sie sofort 112. Unser Service ergänzt den Rettungsdienst — ersetzt ihn aber nicht.
Einsatz-Profile
Typische Anlässe
Ältere Patientin in der Wohnung
85 Jahre, Antihypertensiva, dritter Hitzetag in Folge. Tochter findet die Mutter verwirrt und schwach. Wir prüfen Vitalwerte, infundieren bei Bedarf, passen die Medikation an und koordinieren ggf. die Einweisung.
Sportler nach Lauf im Tiergarten
Junger Patient mit massiver Hitzeerschöpfung nach dem Halbmarathon-Training. Wir versorgen, kühlen, beraten zur Trinkstrategie und beurteilen Nierenfunktion bei Bedarf.
Hotelgast mit Kreislaufkollaps
Touristen, die aus kühleren Ländern kommen, unterschätzen die Berliner Mittagshitze. Wir kommen ins Hotelzimmer, stabilisieren, beraten und stellen den GOÄ-Beleg fürs Versicherungsverfahren aus.
Schwangere mit Schwindel
In der Schwangerschaft sind Kreislaufregulation und Wärmetoleranz verändert. Wir untersuchen vor Ort, sprechen uns ggf. mit der Gynäkologie ab und entscheiden über das weitere Vorgehen.
Häufig gestellte Fragen
Ist Hitzschlag immer ein Notfall?
Ja. Hitzschlag mit Körperkerntemperatur über 40 °C und Bewusstseinsstörung ist eine vitale Bedrohung — sofort 112. Hitzeerschöpfung ohne ZNS-Symptomatik kann oft ambulant versorgt werden.
Wieviel sollte ich bei Hitze trinken?
Faustregel: 2 bis 3 Liter über den Tag verteilt, bei körperlicher Aktivität mehr. Bei Herz- oder Niereninsuffizienz gilt die mit dem behandelnden Arzt abgestimmte Tagesmenge — Überwässerung ist auch gefährlich.
Welche Medikamente verschlechtern die Hitzetoleranz?
Diuretika, ACE-Hemmer/Sartane, Betablocker, Anticholinergika, viele Psychopharmaka und Lithium. Bei einer Hitzewelle besprechen wir die Medikation gezielt — nichts eigenmächtig absetzen.
Kann man einen Hitzschlag zu Hause kühlen?
Als Erstmaßnahme bis zum Rettungsdienst ja: nasse Tücher, Ventilator, kühles Wasser auf Stirn, Hals, Achseln und Leisten. Eiswasserbad nur durch geschultes Personal — Gefahr von Kreislaufkollaps.
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