Situation · Schwangerschaft akut
Schwangere akut krank Berlin
Schwangere akut krank Berlin ist ein Anlass für einen privatärztlichen Hausbesuch, bei dem RAB Arztbesuche einen approbierten Arzt täglich von 6 bis 24 Uhr nach Hause, ins Büro oder ins Hotel in Berlin schickt.
In der Schwangerschaft sind Krankheitsbilder die gleichen wie sonst — die Therapie nicht. Welches Antibiotikum ist im 2. Trimenon zugelassen? Welches Schmerzmittel ist sicher? Ist das Erbrechen normal oder Hyperemesis? Wir kommen zum Hausbesuch, untersuchen klinisch, behandeln schwangerschaftsverträglich und stimmen uns bei Bedarf mit Ihrer Frauenärztin oder Hebamme ab.
Medizinisch geprüft von Susanne Reiche · Zuletzt geprüft
Schwanger und akut krank — was ist sicher
Schwangere haben das gleiche Spektrum an Akutbeschwerden wie alle anderen — fieberhafte Infekte, Halsschmerzen, Harnwegsinfekte, Hexenschuss, Magen-Darm, Migräne. Die Therapie ist aber spezifisch: viele Medikamente sind in der Schwangerschaft kontraindiziert, andere nur in bestimmten Trimena, wieder andere ausdrücklich erlaubt. Eine schnelle Recherche im Internet hilft nicht weiter — die Patientin braucht eine ärztliche Aussage. Wir kommen zum Hausbesuch, untersuchen, ordnen die Beschwerden in den Schwangerschaftskontext ein und behandeln mit Medikamenten, die in der jeweiligen Schwangerschaftswoche sicher sind.
Konkret: Bei Halsschmerzen mit Streptokokken-Verdacht im 2. Trimenon Penicillin V als unbedenkliches Antibiotikum. Bei Harnwegsinfekt im 1. Trimenon vorzugsweise Penicillin-Derivate oder Cefuroxim, kein Trimethoprim, kein Nitrofurantoin im letzten Trimenon. Bei Schmerzen Paracetamol als Mittel der Wahl, kein Ibuprofen ab 28. Schwangerschaftswoche. Bei Migräne kein Triptan ohne strenge Indikationsabwägung. Diese Logik ist Routine für uns — die Patientin bekommt sofort Klarheit, was sie nehmen darf und was nicht.
Typische Anlässe in der Schwangerschaft
Hyperemesis gravidarum mit Erbrechen mehrfach pro Tag und Gewichtsverlust (besonders 6.–14. SSW), Harnwegsinfekt (in der Schwangerschaft häufig und ernster als sonst, Komplikationsrisiko bis zur Frühgeburt), akute Sinusitis und Pharyngitis, fieberhafte Atemwegsinfekte (mit besonderer Sorgfalt — Fieber über 38,5 Grad sollte konsequent gesenkt werden), Migräne-Attacken (oft schwangerschaftstypisch verändert), Hexenschuss und ISG-Blockaden (typisch im 3. Trimenon), Konjunktivitis, allergische Reaktionen, Hämorrhoidalbeschwerden. Wichtig: Atemnot, vaginale Blutung, Wehen-Verdacht, vorzeitiger Blasensprung gehen IMMER in die Geburtsklinik — nicht zu uns.
Abgestimmt mit Ihrer Frauenärztin und Hebamme
Wir verstehen uns als Ergänzung — nicht als Ersatz — zur betreuenden Frauenärztin und Hebamme. Wenn Ihre Frauenärztin telefonisch erreichbar ist, stimmen wir die Therapie ab. Wenn nicht, behandeln wir nach Leitlinien (DGGG, Embryotox-Empfehlungen) und verfassen einen Arztbrief, den die Frauenärztin am Montag oder nach dem Wochenende erhält. Bei Hebammen-betreuten Schwangerschaften informieren wir die Hebamme auf Wunsch. Bei Befunden, die unmittelbar in geburtshilfliche Hände gehören (z.B. unklare Bauchschmerzen mit Tonisierung des Uterus im 3. Trimenon, vaginale Blutung), organisieren wir die direkte Vorstellung in einer Berliner Geburtsklinik (Charité Virchow, Vivantes Friedrichshain, St. Joseph, Waldfriede — je nach Wunsch und Versicherung).
Ablauf eines Hausbesuchs in der Schwangerschaft
Sie rufen an. Wir nehmen Beschwerden, Schwangerschaftswoche, Vorerkrankungen, Frauenärztin, Hebamme und Versicherungsstatus auf. Bei Beschwerden, die direkt in die Geburtsklinik gehören (Wehen, Blutung, Blasensprung, Atemnot), leiten wir sofort dorthin weiter — wir sind nicht der richtige Ansprechpartner. Bei allgemeinmedizinischen Akutbeschwerden kommen wir innerhalb 60 bis 90 Minuten. Vor Ort: Anamnese inkl. Schwangerschaftsverlauf, gründliche Untersuchung, gezielte Schnelltests, klinische Beurteilung im Schwangerschaftskontext.
Sie erhalten schwangerschaftsverträgliches Rezept, ggf. Krankschreibung, Verhaltensregeln, Empfehlung zur Wiedervorstellung bei der Frauenärztin, Arztbrief, GOÄ-Rechnung. Auf Wunsch übermitteln wir Befund und Therapie verschlüsselt an Ihre Frauenärztin. Bei Bedarf koordinieren wir Vorstellung in der Geburtsklinik.
Kosten und Erstattung
Abgerechnet wird nach GOÄ über unsere Privatärztliche Verrechnungsstelle. Typische Kosten 240 bis 380 Euro je nach Tageszeit und Diagnostikumfang. PKV erstattet vollständig. Schwangerschaftsbedingte Vorsorgeleistungen werden ggf. nach Mutterschafts-Richtlinien anders erstattet — bei akuten Beschwerden gilt die normale GOÄ.
Gesetzlich versicherte Schwangere können den Hausbesuch als Privatleistung selbst zahlen oder versuchen, die Erstattung über ihre Krankenkasse zu klären (Einzelfallentscheidung). Für lebensbedrohliche und geburtshilfliche Notfälle: 112 oder direkt die Geburtsklinik anrufen.
Notfall? Wählen Sie den Notruf
Bei Bewusstlosigkeit, starken Brustschmerzen, Atemnot oder starken Blutungen wählen Sie sofort 112. Unser Service ergänzt den Rettungsdienst — ersetzt ihn aber nicht.
Einsatz-Profile
Typische Anlässe
Hyperemesis in der 9. SSW
Patientin in Charlottenburg, Erbrechen seit 5 Tagen, 4 kg Gewichtsverlust, kreislaufstabil aber dehydriert. Infusion mit Ringer, Antiemetikum (Ondansetron mit ärztlicher Aufklärung über Datenlage), Schonkost-Plan, Wiedervorstellung Frauenärztin am Folgetag, Bescheinigung für Arbeitgeber.
Harnwegsinfekt in der 28. SSW
Patientin in Friedrichshain, Brennen beim Wasserlassen seit 2 Tagen, kein Fieber, kein Flankenschmerz. Urinschnelltest positiv, schwangerschaftsverträgliches Antibiotikum (Cefuroxim, kein Nitrofurantoin im letzten Trimenon), Trinkanleitung, Wiedervorstellung Frauenärztin in 3 Tagen.
Migräne in der 16. SSW
Patientin in Prenzlauer Berg, schwere Migräne-Attacke, Triptane vor der Schwangerschaft genommen. Aktuell: Paracetamol i.v., Antiemetikum (Metoclopramid mit ärztlicher Aufklärung), Verdunkelung, 2 Stunden Beobachtung bis deutliche Besserung. Migräne-Plan für die Schwangerschaft erstellt, an Frauenärztin übermittelt.
Streptokokken-Angina in der 22. SSW
Patientin in Mitte, Halsschmerzen seit 24 Stunden, kann kaum schlucken. Streptokokken-Schnelltest positiv. Penicillin V als Erstgabe (in der Schwangerschaft unbedenklich), Schmerztherapie mit Paracetamol, Krankschreibung 5 Tage, Arztbrief an Frauenärztin.
Häufig gestellte Fragen
Können Sie auch in der Schwangerschaft sicher behandeln?
Ja. Schwangerschaftsverträgliche Therapie ist Standardpraxis. Wir orientieren uns an Embryotox-Empfehlungen und stimmen uns bei Bedarf mit Ihrer Frauenärztin ab.
Wann gehe ich zu Ihnen, wann in die Geburtsklinik?
Allgemeinmedizinische Beschwerden (Halsschmerzen, Harnwegsinfekt, Magen-Darm, Migräne) — zu uns. Geburtshilfliche Beschwerden (Wehen, Blutung, Blasensprung, Bauchschmerzen mit Uterus-Tonisierung, Atemnot, drohende Eklampsie) — sofort in die Geburtsklinik oder 112.
Stimmen Sie sich mit meiner Frauenärztin ab?
Auf Wunsch ja. Wir rufen die Frauenärztin an, falls erreichbar, und schicken sonst einen Arztbrief mit Befund und Therapie.
Erstattet meine PKV den Besuch?
Ja. GOÄ-Rechnungen werden von Privatversicherungen vollständig erstattet. Bei Beihilfe gilt Beihilfe und Restkostenversicherung. Gesetzlich Versicherte zahlen selbst.
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Kontaktieren Sie uns — wir kümmern uns um einen Arzt für Schwangere akut krank Berlin.